01/2018 - PhoBLOGraphy - dietierfotografin

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Mein Seelenhund ...

Herausgegeben von Kerstin Fähnrich in Fotografie · 17/1/2018 13:24:00
Lola ist tot.
So klar, so unwiederbringlich.
Wir hatten 15 gemeinsame Jahre. Und dies ist im Zusammenleben mit einem Hund nicht gerade wenig. Und doch zu kurz. Lola war seit 15 Jahren immer bei mir. Ich kann mich kaum daran erinnern von ihr getrennt gewesen zu sein. An zwei Kurztrips kann ich mich erinnern. Drei Tage Berlin und drei Tage Westerwald ohne sie. Mehr nicht. Und jetzt ist sie seit Samstag im Himmel. Heute ist Mittwoch und es wäre an der Zeit, sich wieder zu sehen. Das wird so nicht mehr sein.
Es schmerzt. Da klafft eine große Wunde im Herz, die wohl zwar heilen wird, aber dennoch eine große Narbe hinterläßt. 15 Jahre gemeinsames Leben hinterlassen ihre Spuren. Ich habe Lolas Decken, die ich überall für sie liegen hatte, bereits weggeräumt, die Medikamente entsorgt. Das Mäntelchen will noch gewaschen werden - das geht aber noch nicht, weil ich manchmal noch dran schnufen muss um sie, so lange es geht, noch einmal zu riechen. Meine Mottenkugel. Lola roch einzigartig. Auch manchmal einzigartig nach irgendeiner Wildkacke. Sie hatte ihren ganz eigenen Hundegeruch. 
Überhaupt hatte sie viele Eigenheiten, die sie besonders machten. Sie war die perfekte Bettflasche. Sie schaffte es immer sich nachts zu mir ins Bett zu mogeln um dann, eingerollt vor meinem Bauch, bei mir zu schlafen. Herrlich warm. Oft lag ich da mit eingeschlafenem Arm, bewegungsunfähig weil ich sie nicht wecken wollte. Bloß jeden Moment genießen, in dem sie bei mir ist.
Diese Momente sind nun rum. Wissend, dass es endet und doch schwer zu akzeptieren. 
Lola trat am 13.01.18 hier bei uns zu Hause in ihrem geliebten Bürokörbi ihre letzte Reise an. Sie liegt nun im Garten bei Radi und Mandy, so sind wir alle irgendwie immernoch zusammen.
Die Jungs haben an ihrem Grab Abschied genommen. Michel akzeptiert das so - er versteht sowieso immer alles und weiß auch alles besser als ich. Nanuk aber gibt die Hoffnung, dass Lola plötzlich wieder da ist, nicht auf. Wie in den letzten Monaten, wenn die Line die Jungs und mich nicht bei den großen Gassirunden begleitet hat, stürzt er in die Wohnung, zuerst ins Wohnzimmer. Keine Lola. Dann ins Büro, zu ihrem Körbi. Da lag sie zuletzt dann immer und wurde stürmisch begrüßt. Aber auch da liegt nun keine Lola mehr. Und Nanuk schnuft am Körbi, genau wie ich an den Mäntelchen. Etwas Geruch ist noch da. Und der Unglauben, dass sie nun fort ist. 
Lola ist auch nicht fort. Auch wenn ich sie so gar nicht mehr sehen kann, nur ganz selten das Gefühl habe, sie zu hören, und das Schnufen wohl auch immer weniger werden wird, so gibt es etwas, das niemals aufhört: Das Fühlen. Mit dem Herz. Ganz doll.
Prusseliese, Line, Slolhund, Slini - wir vermissen Dich hier.
Bis irgendwann ...





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Herausgegeben von Kerstin Fähnrich in Fotografie · 8/1/2018 13:59:00
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